Gone to Earth

Nahezu 25 Jahre in einem Betrieb. Das kommt auch nicht mehr so oft vor. – Obwohl …

Männer häufig länger beschäftigt

Während sich die Anteile zwischen Männern und Frauen, die weniger als zehn Jahre in ihrem derzeitigen Betrieb arbeiteten, kaum unterscheiden, sind Männer mit 42,3 % etwas häufiger zehn Jahre und länger beschäftigt als Frauen mit 40,2 %.

https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Indikatoren-Qualitaet-Arbeit/Dimension-4/dauer-beschaeftigung-aktuell-Arbeitgeber.html

Das sagt aber auch nichts über die 25 Jahre aus. .-)

Ich habe mein Arbeitsleben bei der bisherigen Firma hinter mir! Und das ist auch gut so. Am Ende waren beide Seiten froh, dass es zu Ende ist. Ebenso würden beide Seiten wohl auch sagen -also ich auf jeden Fall-, dass es in den letzten Jahren seit der Komplettübernahme durch die Franzosen immer schlimmer wurde. Rechtsbruch wurde zur Regel. Selbstherrlichkeit von inkompetenten Managern, die dem Unternehmen sowohl im Ruf als auch schlicht wirtschaftlich schaden, breitete sich noch stärker aus als es ohnehin schon war.

„Wir denken, dass ihr diese Informationen jetzt nicht braucht.“

Das ist mal eine Auskunft. Nur mal kurz sacken lassen. … Was heißt das?

Dieser Satz kam in den letzen Jahren immer häufiger, wenn der Betriebsrat -dessen Vorsitzender ich von 2018 bis Juli 2026 war- nach ihm rechtlich zustehenden Informationen fragte. „Braucht Ihr nicht.“ -welche Arroganz der scheinbaren Macht. Rechtlich betrachtet ist es so, dass ein Betriebsrat, wenn er nach Informationen laut BetrVG fragt, NICHT BEGRÜNDEN MUSS, warum er diese Informationen braucht. Erst recht steht es der Arbeitgeberin nicht zu, dieses Verlangen zu bewerten oder gar zu verhindern, nur weil sie meint, sie dürfe das.

Ich habe vor kurzem den Film „Nürnberg“ mit Russell Crowe in der Rolle des Hermann Göring gesehen. Während des Prozesses sagte er Ähnliches auf die Frage, ob die Naziregierung die Demokratie abschaffen wollte. Er sagte sinngemäß, dass sie (die Nazis) entschieden hätten, dass man die Demokratie wegen der Schwäche ihrer Protagonisten nicht mehr brauche.

Gewalt beginnt in der Sprache. Wir müssen wieder lernen, genau hinzuhören.

Selbst in meiner Firma beginnt es ganz subtil, dieses Ränkespiel der Machtlosen, der Demokratiefeinde.

Denn was anderes ist es denn, wenn die gesetzlich verankerten Informations- und Beteiligungsrechte systematisch und regelmäßig ignoriert werden? Das ist Ausdruck der offenen Abscheu gegenüber demokratisch Legitimierten -also den Betriebsräten! Das ist Demokratiefeindlichkeit in Reinform.

Was sonst? Und: Haben Manger, Abteilungsleiter, Geschäftsführerinnen irgendeine demokratische Legitimierung? Ganz sicher nicht! Wer hat sie denn gewählt? Niemand. Sie wurden ausgewählt. Von Menschen, die darauf achten, dass die neuen Bosse möglichst die gleiche politsche Haltung wie sie selbst. Interessanterweise bemerken sie dies nicht einmal. Sie glauben allen Ernstes, dass sie so „im Firmeninteresse“ handeln. Das Gegenteil ist der Fall.

Denkt mal drüber nach.

Auch hier biete ich Coaching an. Ich habe einiges zu erzählen über „Dinge“ in der „Führung“Schicht .